Jugendaktionswoche 2018

 

 

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Mehrere zehntausende Kinder werden weltweit in Konfliktgebieten als Kindersoldat_innen eingesetzt. Jedes Jahr veröffentlicht der Generalsekretär der UN eine „List of shame“, in der gezeigt wird, welche bewaffneten staatlichen Gruppen und bewaffneten nicht-staatlichen Gruppen Kinder rekrutieren. Zu ersterem (rot markiert) zählten im Jahr 2017 die Länder Afghanistan, die Zentral Afrikanische Republik, Kolumbien, die Demokratische Republik Kongo, Irak, Mali, Myanmar, die Republik Niger, die Philippinen, Somalia, Südsudan, Sudan, Syrien und Jemen. Zu den nicht-staatlichen Gruppen, welche Kindersoldat_innen rekrutieren (orange markiert) gehören Länder wie Indien, Israel/Staat Palästina, Libyen, die Philippinen und Thailand.

Quelle: Child Soldiers International

Entführungen, Gewalt und Armut zwingen Kinder schon ab dem Alter von weniger als 8 Jahren zum Mitwirken in bewaffneten Gruppierungen. Aber auch andere Gründe, wie die Verteidigung ihrer Dorfgemeinschaft oder der Wunsch nach Rache können Ursachen dafür sein, dass Minderjährige an bewaffneten Konflikten teilnehmen. In vielen Fällen sind diese Kinder direkt an gewaltsamen Auseinandersetzungen beteiligt. In den vergangenen Jahren hat vor allem der Missbrauch von Kindern als Selbstmordattentäter_innen stark zugenommen. Aber auch die Verwendung von Minderjährigen als Köch_innen, Spion_innen oder gar als Sexsklav_innen innerhalb der bewaffneten Organisationen ist keine Seltenheit. Dabei werden die Kinder einem hohen Level an Gewalt ausgesetzt und viele von ihnen werden selbst zum Töten gezwungen. Einige werden während ihrer Tätigkeiten als Kindersoldat_innen verletzt und müssen mit dauerhaften Behinderungen leben. Auch die psychische Belastung für die Kinder ist enorm, weshalb sich selbst nach der Befreiung der Jugendlichen eine Wiedereinführung in die Gesellschaft als sehr schwierig erweist. Vor allem Mädchen haben häufig zusätzlich mit den Folgen von Vergewaltigungen und damit einhergehenden Schwangerschaften zu kämpfen und werden nach ihren traumatischen Erfahrungen als Kindersoldat_innen oftmals von ihren Familien und der Gemeinschaft verstoßen.