Amnesty-Jugend

Der Briefmarathon neigt sich dem Ende zu. Während die Briefe gezählt werden, hier ein Eindruck vom Event in Berlin. Ihr habt eigene Fotos? Postet sie unter dem hashtag #w4r17! Wir freuen uns auf Impressionen von euch 🙂 ... See MoreSee Less

Heute ist der Tag der Menschenrechte!
Noch ein Grund mehr, am Briefmarathon teilzunehmen.
Entweder ganz einfach online unter www.briefmarathon.de oder effektiv bei Veranstaltungen in deiner Nähe.
Jeder Brief zählt! #W4R17
... See MoreSee Less

Warum dem Umweltschützer Clovis Razafimalala bis zu 5 Jahre Gefängnis drohen? Schau dir diese Video an!
Unterstütze Clovis und schreib ihm einen Brief - egal ob auf Papier oder online auf www.briefmarathon.de
Jeder Brief zählt!
... See MoreSee Less

Die Amnesty International HU & Charité Gruppe in Berlin hat heute eine Kleidertauschparty anlässlich des Briefmarathons veranstaltet.
Das Prinzip: jeder bringt Kleidung mit, die nur im Kleiderschrank liegt. Alles kommt auf einen Tisch, jeder nimmt sich das, was einem gefällt. So wird weniger, noch gute Kleidung entsorgt und man kann ebenfalls auf neu gekaufte “fast fashion” verzichten. Die Amnesty Gruppe berichtete parallel über die menschenrechtsverletzenden Produktionsbedingungen der günstigen Mode und alle Besucher hatten die Möglichkeit, Briefe für die aktuellen Briefmarathon Fälle zu schreiben.
„Neue“ Kleidung finden, ungetragenes weitergeben und sich über aktuelle Menschenrechtsprobleme informieren - so einfach ist Engagement!
Beteilige auch du dich am Briefmarathon 2017 unter www.briefmarathon.de!
... See MoreSee Less

Diese Jahr unterstützen wir mit dem Briefmarathon unter anderem Ni Yulan. Setz dich für sie ein und schreib ihr unter: www.amnesty.de/ni-yulan-harte-repressalien-gegen-rechtsanwaeltin?ref=22556 ... See MoreSee Less

Im Januar 2014 wurde Nakiea Jackson in Kingston von der Polizei erschossen – weil er angeblich einem gesuchten Mann ähnlich sah. Seine Schwester Shackelia Jackson fordert Gerechtigkeit.
www.amnesty.de/shackelia-jackson-schutz-vor-polizeigewalt
... See MoreSee Less

Wir schreiben für Freiheit!
Unterstütze auch du den #Briefmarathon2017 bei Veranstaltungen vor Ort oder online auf
www.briefmarathon.de
... See MoreSee Less

Die Gruppe Amnesty FU Berlin organisiert aktuell verschiedene Vorlesungen zum Thema Menschenrechte. Nachdem die erste Vorlesung der Reihe bereits ein großer Erfolg war, ist die nächste Lecture schon geplant:
am 14.12. werden die Amnesty Referenten Tobias Denz und Antonia Klein über die aktuelle Lage in der DR Kongo sprechen.
Schaut vorbei, es wird sicher interessant!
Wo? Freie Universität Berlin, Raum L115
Wann? Do, 14.12.17, 18:30 Uhr
Der Eintritt ist frei, um Spende wird gebeten.
Weitere Infos findet ihr hier: Warten auf die Wahl - Die DR Kongo Ende 2017
... See MoreSee Less

Warten auf die Wahl - Die DR Kongo Ende 2017

Dezember 14, 2017, 6:30pm - Dezember 14, 2017, 1:00pm

Im Dezember 2016 endete die zweite und verfassungsgemäß letzte Amtszeit des kongolesischen Präsidenten Joseph Kabila. Doch während sich die anstehenden Wahlen immer weiter verschieben, hält Kabila an der Macht fest. Seither hat die Zivilgesellschaft nicht nur verstärkt mit Einschränkungen der Presse- und Versammlungsfreiheit zu kämpfen, sondern auch regionale bewaffnete Konflikte wurden durch die politische Krise weiter angefacht Mit den Amnestyexperten zur DR Kongo Tobias Denz und Antonia Klein. Wann? Am Donnerstag, den 14.12.2017, um 18:30 Uhr. Wo? Im Raum L115 Seminarzentrum (neben der Cafeteria der Rost- und Silberlaube). Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Bildquelle via: LUCHA RDCongo

Sei Teil des diesjährigen Briefmarathons von Amnesty International. Ob online oder bei einer Gruppe vor Ort. ❤️ Alle Infos gibts hier: www.amnesty.de/briefmarathon ... See MoreSee Less

Amnesty-Jugend hat Amnesty International Deutschlands Jeder Brief zählt – Briefmarathon 2017 geteilt. ... See MoreSee Less

Dein Brief kann Leben retten! – Schreib für Freiheit und setze dich beim Briefmarathon gemeinsam mit vielen anderen Menschen weltweit für die Menschenrechte ein! www.briefmarathon.de

Jugend@Amnesty 2017 ist vorbei - eine neue Jugendvertretung wurde gewählt, zahlreiche Anträge besprochen, Diskussionen über Menschenrechte wurden geführt und es gab auch eine öffentliche Aktion zum Leitthema des Treffens: Menschenrechtsverteidiger*innen.
All das fand vom 24-26.11.17 in Karlsruhe mit über 200 Teilnehmer*innen und zahlreichen internationalen Gästen statt.
... See MoreSee Less

Heute ging es los - Jugend@Amnesty 2017 in Karlsruhe.
Über 200 junge Amnesty-Mitglieder werden im Laufe des Wochenendes über aktuelle menschenrechtliche Entwicklungen, vereinspolitische Fragen und Aktionsmöglichkeiten für die Menschenrechte diskutieren. Morgen wird auch die zweite Jugendvertretung gewählt.
Am heutigen Freitag eröffnete Markus N. Beeko, Generalsekretär von Amnesty in Deutschland, das Treffen und informierte über zunehmende Bedrohungen und Einschränkungen von Menschenrechtsverteidiger*innen in aller Welt.
... See MoreSee Less

Die Aktion im Rahmen des diesjährigen Jugend@Amnesty, dem bundesweiten Treffen der Amnesty-Jugend, in Karlsruhe gegen die zunehmende Einschränkung von zivilgesellschaftlichen Handlungsräumen.
Weitere Infos: www.amnesty.de/2016/12/8/amnesty-warnt-vor-zunehmender-unterdrueckung-der-zivilgesellschaft-weltweit
... See MoreSee Less

Shrinking Spaces: Flash Mob für die Zivilgesellschaft

November 25, 2017, 3:30pm - November 25, 2017, 9:30am

Für alle Karlsruher: engagiert Euch 💪 Die Zivilgesellschaft steht weltweit unter Druck: In vielen Ländern setzen Regierungen gezielte Maßnahmen ein, um zivilgesellschaftliches Handeln einzuschränken. Zudem sind zivilgesellschaftliche Akteur/innen auch Diffamierungen, Drohungen und Gewalt ausgesetzt. Diese "shrinking“ oder "closing civic spaces" sind zu einem globalen Trend geworden: Im Rahmen seines bundesweiten Treffens jugend@amnesty in Karlsruhe mit ca. 250 Teilnehmern lädt Amnesty zu einer öffentlichen Aktion vor dem ZKM ein: BRAVE / Mutig für die Menschenrechte!

Norwegen: Taibeh Abbasi soll mit ihrer Familie nach Afghanistan abgeschoben werden, wo sie nie zuvor gelebt hat. Ihre FreundInnen aus der Schule und Hunderte von NorwegerInnen fordern, dass sie bleiben darf.
Auch du kannst #AbbasiStays unterstützen!

www.amnesty.org/en/get-involved/take-action/tell-norway-stop-returning-people-to-afghanistan/
... See MoreSee Less

NORWEGEN : Taibeh Abbasi soll mit ihrer Familie nach Afghanistan zurückgeschickt werden, wo sie nie zuvor gelebt hat. Ihre FreundInnen aus der Schule und Hunderte von NorwegerInnen fordern, dass sie bleiben darf. Bitte Video teilen.

Abschiebungen nach Afghanistan sind rechtswidrig!

Die Sicherheitslage in Afghanistan hat sich in den letzten drei Jahren deutlich verschlechtert und ist so schlecht wie noch nie seit dem Ende der Taliban-Herrschaft im Jahr 2001. Die Zahl der zivilen Opfer ist dramatisch hoch. Beinahe zwei Millionen Menschen haben aufgrund der Gewalt ihr Zuhause verlassen und mussten innerhalb ihres eigenen Landes fliehen.

Dennoch hat Deutschland seit Oktober 2016 bereits 132 Afghanen abgeschoben. Das verstößt gegen geltendes Völkerrecht. Es ist es verboten, Menschen in Länder zurückzuschicken, in denen ihnen unmenschliche Behandlung, Gefahr für Leib und Leben oder Verfolgung droht. Dieses Verbot ist unter anderem in der Genfer Flüchtlingskonvention (GFK) und der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK) verankert. Es kennt keine Ausnahmen. Es gilt für alle Menschen.

Werdet jetzt aktiv gegen Abschiebungen nach Afghanistan! Beteiligt euch an unserer Online-Petition und fordere den Stopp von Abschiebungen nach Afghanistan:
www.amnesty.de/mitmachen/petition/keine-abschiebungen-nach-afghanistan
... See MoreSee Less

Macron plädiert für Dialog mit allen Ländern, um Menschenrechtskonvention zu schützen

Vor einigen Tagen sprach Frankreichs Präsident Emmanuel Macron vor dem Europäischen Gerichshof für Menschenrechte. Laut Macron ist die Europäische Menschenrechtskonvention „ein Vorbild und eine Inspiration“ für die Menschheit.

Dankbar zeigte er sich gegenüber dem Generalsekretär, der sich für die Kooperation aller Mitgliedstaaten bezüglich der Menschenrechte einsetzte. Dennoch gibt es vor allem im Europarat viele Streitigkeiten, da immer wieder Menschenrechtsverletzungen auftreten.
„Dieses Europa geht weit über die Grenzen der Europäischen Union hinaus.“ Gemeint sind in diesem Fall Nicht-EU-Länder, wie beispielsweise die Türkei, die mit ihrem menschenrechtswidrigen Verhalten der Menschenrechtskonvention gegenüber, neue Herausforderungen verursachen.

Aus der Türkei gibt es immer neue Beschwerden beim Menschengerichtshof, da beispielsweise Journalisten, die sich kritisch gegenüber der Staatsform äußerten, verhaftet wurden. Zudem erwägte der türkische Staatschef immer wieder die Einführung der Todesstrafe.

Nach den bewaffneten Anschlägen in Frankreich im Jahre 2016 beschloss das Parlament, den Ausnahmezustand bis zum 15. Juli 2017 zu verlängern, nachdem dieser bereits verlängert wurde.
Die Bewegungsfreiheit von Personen wurde insoweit eingeschränkt, als dass Behörden Hausdurchsuchungen ohne richterlichen Beschluss durchführen konnte. Insgesamt gab es 4000 Hausdurchsuchungen, teilweise mit exzessiver Gewalt, und über 400 Personen wurden unter Hausarrest gestellt.
Zusätzlich sorgte ein im Juni veröffentliches Gesetz für Kritik, nach dem Überwachungsmaßnahmen gegen Personen verhängt werden können, wenn sie aus Konfliktgebieten zurückkehren und eine Gefahr für die öffentliche Sicherheit darstellen könnten.
Auch werden Personen bestraft, die regelmäßig Internetseiten aufrufen, die den Terrorismus positiv darstellen und diese nicht zu Forschungszwecken oder anderen beruflichen Gründen nutzen. Durch diese unklare Definition könnte auch Personen strafrechtlich verfolgt werden, die legitim ihr Recht auf Meinungs- und Informationsfreiheit ausüben.

Macron betonte, dass die Zusammenarbeit im Europarat hinsichtlich der Achtung der Menschenrechte fortgesetzt werden solle und der Dialog mit allen Ländern fortfahren müsse, was mit der Forderung „Wir müssen mit jedem reden.“ unterstützt wird.
... See MoreSee Less

Viele der derzeit in den Sondierungen zwischen CDU/CSU, FDP und Grüne besprochenen Themen sind Menschenrechtsthemen – Flucht und Migration, innere Sicherheit, Rüstungsexporte und Digitalisierung und Datenschutz.
Der Schutz der Menschenrechte und unserer freiheitlichen demokratischen Grundordnung darf dabei unter keinen Umständen ausgeblendet werden.
Auf europäischer und internationaler Ebene stellen politische Akteur*innen gültiges internationales Recht und die multinationalen Institutionen in Frage. In Deutschland wird unser Selbstverständnis eines Rechtsstaates mit Grund- und Freiheitsrechten, Minderheitenschutz und Achtung der Menschenrechte durch Stimmen der Ausgrenzung und des Rassismus herausgefordert.
Daher muss der Leitsatz die zukünftigen Koalitionär_innen lauten: Vieles ist verhandelbar, Menschenrechte sind es nicht!
... See MoreSee Less

Setze ein Zeichen für inhaftierte Menschenrechtler*innen in der Türkei und nutze unseren Profilbildrahmen.
#FreeRightsDefenders
... See MoreSee Less

Gestern hatte İdil Eser, Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty International, nach über 100 Tagen Haft ihren ersten Arbeitstag.
Die Freude ist ihr anzusehen...
Es gibt mehr als genug Arbeit: #FreeRightsDefenders #FreeTaner.
Wir bleiben dran bis alle Menschenrechtsverteidiger*innen und Medienschaffende in der Türkei frei sind.
... See MoreSee Less

Taner Kılıç, Vorstandsvorsitzender der türkischen Sektion von Amnesty International, sitzt in der Türkei weiterhin aufgrund von haltlosen Vorwürfen in Haft.
Wir werden uns weiterhin für ihn und alle anderen inhaftierten Menschenrechtler*innen und Medienschaffende in der Türkei einsetzten.
Aktuelle Informationen gibt es in unserem Newsblog: www.amnesty.de/news-blog-tuerkei
... See MoreSee Less

Mögt ihr gerne Poetry Slams? Die Frauen*rechtsgruppe der Amnesty Hochschulgruppe Leipzig hat am 15. Oktober einen ganz besonderen veranstaltet: Neun Poet*innen wurden eingeladen, eigene Texte unter dem Motto Gender Equality vorzutragen. Es war ein sehr schöner und interessanter Abend! 🙂

Das findet ihr spannend? Dann schaut doch hier, was es für Gruppen bei euch in der Nähe gibt:
bit.ly/2yaHDlS
... See MoreSee Less

Amnesty Jugend informiert nicht nur über Menschenrechte, sondern stellt auch Amnesty Gruppen vor – Heute: die Hochschulgruppe von Amnesty International Ilmenau.

Gegründet wurde die Gruppe vor fast 15 Jahren von Susan. Schon in den 70er-Jahren haben sie und ihr Mann Rainer erfahren, wie wertvoll die Mission von Amnesty International ist. Rainer wurde damals die Ausreise aus der DDR nach England, zu Susan und ihrer neugeborenen Tochter, verwehrt. Schließlich ging er nach Berlin, wo er mit einem Plakat seiner Tochter öffentlich für eine Ausreiseerlaubnis protestierte und infolgedessen festgenommen wurde. Nach zehn Wochen Gefängnis zeigte der Einsatz von Susan und auch Amnesty International Erfolg, sodass die Familie vereint werden konnte.

Heute engagieren sich in der Gruppe größtenteils Studenten der Technischen Universität Ilmenau. Susan bleibt jedoch immer der feste Anker der Gruppe.

Auf der Internationalen Studierendenwoche Ilmenau ist die Gruppe mit Infoständen, Workshops, Debatten, Vorträgen und vielem mehr, vertreten. Neben Informationsständen oder Filmvorführungen, versucht die Gruppe mit kreativen Aktionen Aufmerksamkeit auf Menschenrechts-Themen zu lenken. Beispielsweise geht die Gruppe jedes Jahr beim Seifenkistenrennen des Bergfestes der TU Ilmenau an den Start.

Um auf die dramatische Situation an den EU-Grenzen aufmerksam zu machen, haben sich Mitglieder zum Weltflüchtlingstag als Polizisten verkleidet und einen „Flüchtling“ öffentlichkeitswirksam auf dem Campus verhaftet und „abgeschoben“. Außerdem erinnerten sie an die lebensgefährliche Überquerung für Mittelmeerflüchtlinge. Dazu bestiegen sie ein kleines Boot und zeigten darauf ein Transparent mit den Forderungen von Amnesty.

Den Internationalen Tag zur Unterstützung der Opfer von Folter am 26. Juni und einen EU-Gipfel, der sich mit der fortwährend aktuellen Flüchtlingssituation beschäftigt hat, nahm die Gruppe zum Anlass, die Fotoausstellung „Menschen auf der Flucht“ nach Ilmenau zu holen. Passend zum Thema stellte die Gruppe zur offiziellen Eröffnung die Petition für eine angemessene Gesundheitsversorgung für traumatisierte Flüchtlinge in Deutschland vor. Auch einige Lokalpolitiker und Stadträte besuchten die Ausstellung, wie Oberbürgermeister Gerd-Michael Seeber (CDU) und Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (DIE LINKE).
... See MoreSee Less

İdil Eser und Peter Steudtner sowie die acht weiteren Inhaftierten Menschenrechtler*innen wurden ohne Auflagen aus der Untersuchungshaft in der Türke entlassen. Ein großer Erfolg!
Soeben läuft jedoch der Prozess gegen Taner Kılıç, Vorstandsvorsitzender der türkischen Sektion von Amnesty International.
Amnesty-Resarcher Andrew Gardner ist beim Prozess dabei: twitter.com/andrewegardner
... See MoreSee Less

Tanzt mit uns für digitale Freiheit!

Wenn wir in Berlin feiern gehen, werden unsere Handykameras an der Tür abgeklebt. Wieso? Damit wir uns unbeobachtet ausleben können, ausgelassen tanzen können, ohne Angst zu haben, am nächsten Tag verkatert im Bett zu liegen und beim Scrollen durch die Facebook-Timeline auch noch Bilder von uns zu finden, die in unserem Gedächtnis bleiben sollten, sicher aber nicht öffentlich zugänglich für alte Klassenkameraden, unsere Eltern, im schlimmsten Fall noch für künftige Arbeitgeber.

Was in der Berliner Partyszene praktisch zum guten Ton gehört, scheint für alle anderen Lebensbereich inzwischen fast undenkbar. Während in Deutschland pro Tag durchschnittlich fast 10 Menschen bei Autounfällen ums Leben kommen und Forderungen nach Geschwindigkeitsbegrenzungen an Landesverrat zu grenzen scheinen, wird nach jedem Terroranschlag knallhart und schnell reagiert. Leider nicht durch strategische Überlegungen nach Ursachen von islamistischer Radikalisierung und möglichen Gegenmaßnahmen, sondern durch vorschnelle Sicherheitsgesetze, zu deren Wirksamkeit es keinerlei Beweise gibt. Doch nicht nur das: Jedes vermeintliche Sicherheitsgesetz schränkt unsere Freiheit ein, führt dazu, dass wir uns aus Angst, negativ aufzufallen, anpassen und nicht mehr wissen, auf welchen Plattformen wir unsere Meinung wirklich frei äußern können und in welchen Räumen wir tatsächlich noch unbeobachtet sind.

Die Hochschulgruppe der TU Berlin, hat sich in den letzten Monaten intensiv mit „Menschenrechten im digitalen Zeitalter“ befasst. Um dieses abstrakte Thema zu vermitteln, beschloss die Gruppe kurzerhand, es einfach in die Lebenswelt vieler Berliner Studierender zu übertragen – und eine Party zu veranstalten!
Das Ergebnis: Ein Open Air mit dem Motto „Tanz für digitale Freiheit!“.
Einen Tag lang verwandelten sie den Campus in eine Tanzfläche und eine Workshop-Area mit einer Ausstellung zu den Überwachungsgesetzen der letzten Monate, in der einfach erklärt wird, welche neuen Gesetze es zum Ende der Legislaturperiode noch gab und was daran problematisch ist. Der Hochschulgruppe der TU Berlin ist es gelungen Aufmerksamkeit auf Menschenrechte im digitalen Zeitalter lenken. „Der Tanz für digitale Freiheit“ war ein inspirierender Tag mit buntem Programm und vielen interessanten Gesprächen.

Hier erfahrt ihr mehr über die Ausstellung:
www.amnesty-tub.de/gesetzes-timeline/
... See MoreSee Less

„Woyzeck, Woyzeck, Woyzeck!“, schallte es am 27.8.2017 über den Leipziger Marktplatz. Durch Lautsprecher drangen Gesprächsfetzen, Lieder und Monologe. Danach Schritte, die scheinbar auf den monumentalen Holzwürfel in der Mitte des Platzes gerichtet waren. Kurze Stille, dann das Geräusch einer schneidenden Klinge und das Poltern eines fallenden Gegenstandes. Der Stuhl auf dem Holzwürfel klappt nach hinten. Johann Christian Woyzeck ist hingerichtet.
Die letzte öffentliche Hinrichtung in Leipzig fand 1824 unter Anwesenheit Tausender Schaulustiger auf dem Marktplatz statt. Es war ein Spektakel. 2017 wurde dies mithilfe einer Klanginstallation und einem meterhohen Holzwürfel als Hinrichtungsschafott dargestellt.
Heute finden Hinrichtungen meist nicht in der Öffentlichkeit statt. Die Grausamkeit wird nicht herausgeschrien, ist für die meisten Menschen nicht direkt zugänglich und wird aus dem Alltag verbannt. Trotzdem findet sie statt. Sei es in Leipzig in DDR-Zeiten in einer alten Hausmeisterwohnung nur ein paar Meter von den Nachbarn entfernt, sei es noch aktueller am 13. September diesen Jahres Said Mabkhout al-Sai´ari oder bei unzähligen anderen Menschen aus knapp der Hälfte der Staaten der Welt.
Was können wir dagegen tun? Mit den Urgent Actions gibt es eine wundervolle Möglichkeit, eine Öffentlichkeit für Todesurteile und -vollstreckungen zu schaffen. Eine andere Art die Öffentlichkeit zu erreichen wurde der Amnesty Hochschulgruppe Leipzig im Rahmen des Woyzeck-Projektes gegeben:
Das Innere des Kubus ist begehbar und beherbergt eine Ausstellung über den literarischen Woyzeck Büchners, seiner historischen Entsprechung und zu Leipzig als Hinrichtungsort. Den letzten Teil der Ausstellung durfte die Hochschulgruppe aus aktueller Sicht von Amnesty International gestalten.
Die Arbeit an der Ausstellung war intensiv, schließlich ist die Todesstrafe ein sensibles und umstrittenes Thema. Umso bereichernder und erschütternder war der Austausch unter den Beteiligten des Projektes. Die Hochschulgruppe hat die Hoffnung, dass die Intensität und die Brisanz, durch Schicksale einiger Hingerichteter, durch Statistiken und Argumente zum Thema in die Ausstellung übertragen werden konnte und zum Meinungsbild beitragen kann. Die Ausstellung steht in Leipzig bis Mitte Oktober, danach voraussichtlich in Zürich und Straßburg.
... See MoreSee Less

Eine "Obergrenze" ist rechtswidrig! Ja zum Flüchtlingsschutz!
Die Jugendvertretung von Amnesty International organisierte heute in München einen Demonstrationszug vom Karlsplatz bis vor die Bayerische Staatskanzlei in München. Es nahmen ca. 120 Aktivisten an der Kundgebung teil.
Während des Wahlkampfs und im Vorfeld der Koalitionsverhandlungen wurde wiederholt eine „Obergrenze“ für Flüchtlinge in Deutschland gefordert. Eine echte „Obergrenze“ würde bedeuten, dass man nach Erreichen der Grenze jeden zusätzlichen Flüchtling an der Grenze abweist, ohne seinen individuellen Anspruch auf Asyl zu prüfen. Eine solche „Obergrenze“ würde gegen das Grundgesetz und verschiedene Völker- und europarechtliche Normen verstoßen. Laut dem Grundgesetz (Art. 16a) und der EU-Grundrechtecharta (Art. 18) haben politisch Verfolgte das Recht auf Asyl. Die Genfer Flüchtlingskonvention (Art. 33 Abs. 1 GFK) und die Europäische Menschenrechtskonvention (Art. 3 EMRK) verbieten die Abschiebung in einen Staat, in dem Betroffenen Verfolgung beziehungsweise Folter oder unmenschliche Behandlung droht. Jedes dieser Rechte kommt jeder einzelnen Person zu und beinhaltet auch die Pflicht, in einem fairen Verfahren festzustellen, ob eine Ablehnung eine Verletzung dieser Rechte bedeuten würde. Deshalb wäre eine „Obergrenze“ mit Abweisung an der Landesgrenze rechtswidrig.

Bei der am vergangenen Sonntag beschlossenen Forderung von CSU und CDU nach einem Aufnahmerichtwert von 200.000 Personen handelt es sich zwar nicht um eine echte „Obergrenze“, da auch danach weiterhin keine Person, die an der Grenze um Asyl nachsucht, abgewiesen werden dürfte. Dennoch schränkt die Vereinbarung die Rechte von Asylsuchenden und Schutzberechtigten massiv ein, da sie den Familiennachzug weiter aussetzt und noch mehr Länder zu sicheren Herkunftsstaaten erklären will. Zudem ist bei den geforderten Aufenthaltszentren, in denen die Asylsuchende bis zur Entscheidung über ihren Antrag auf Asyl leben sollen, fraglich, ob eine individuelle Rechtsberatung und damit ein faires Verfahren gewährleistet werden kann.

Amnesty International fordert von der zukünftigen Regierung eine menschenrechtskonforme und menschenwürdige Asylpolitik.

Dies beinhaltet:
• Ein individuelles, faires Verfahren für jede_n Asylsuchende_n
• Die Wiedereinsetzung des Famliennachzugs für subsidiär Schutzberechtigte
• Keine Ausweitung der Liste der sicheren Herkunftsländer
• Keine Abschiebungen nach Afghanistan
• Die Etablierung sicherer Zugangswege für schutzsuchende Menschen nach Deutschland
... See MoreSee Less

Amnesty-Jugend hat Amnesty International Deutschlands Veranstaltung geteilt. ... See MoreSee Less

Party with Idil in Berlin, Hamburg, München und weiteren Städten

Oktober 14, 2017, 3:00pm - Oktober 14, 2017, 1:00pm

Über 100 Tage sind sie schon zu Unrecht in der Türkei inhaftiert: die Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty International İdil Eser und neun weitere Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger. Seit letzter Woche erinnert eine großformatige Lichtskulptur mit dem Titel „Freiheit“ auf dem Breitscheidplatz in Berlin an ihre unrechtmäßige Inhaftierung. Am 14. Oktober ist İdil Esers Geburtstag. Wir werden an diesem Tag weltweit mit Aktionen an ihre Situation und die der anderen Inhaftierten erinnern. Wir würden uns freuen, wenn Ihr dabei seid: ⇨ Berlin: ab 15:00 Uhr, am Breitscheidplatz, -Charlottenburg (zwischen Weltkugelbrunnen und Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche). Um 18:00 Uhr Uhr findet dort ein Konzert statt: Es ist den inhaftierten Menschenrechtsverteidiger_innen in der Türkei gewidmet. ⇨ Frankfurt: Im Rahmen der Buchmesser finden Veranstaltungen im Bus von Amnesty International auf der Agora statt. ⇨ München: 18:00 Uhr Demonstrations- Beginn an der Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71, 80337 München. www.facebook.com/events/2004959613116693/ ⇨ Hamburg: 14 - 21 Uhr Ballindamm, 20095 Hamburg, Deutschland www.facebook.com/events/567697693562348/?ref=br_rs&acontext=%7B%22action_history%22%3A%22null%22%7D ⇨ Freiburg: 15:00 - 17:00 Uhr Amnesty-Büro in der Basler Straße 20 www.facebook.com/events/1822095881415988/?ref=br_rs&acontext=%7B%22action_history%22%3A%22null%22%7D ⇨ Marl: Im Rahmen des 10. Marler Medienpreis Menschenrechte 2017, ab 15 Uhr (Einlass 14.30) Rathaus zu Marl, Creiler Platzt 1 (Weitere Veranstaltungen in Deutschland werden in den nächsten Tagen hier ergänzt). ========================================== FREIHEIT Für Idil. Für Taner. Für die Menschenrechtsverteidiger_innen in der Türkei. Sie sind in der Türkei in Haft, nur weil sie sich für die Rechte anderer eingesetzt haben. Unter ihnen sind Vertreter_innen der renommiertesten Menschenrechtsorganisationen im Land. Knapp einen Monat vor ihrer Inhaftierung wurde bereits Taner Kılı, der Vorstandsvorsitzende der türkischen Sektion von Amnesty festgenommen. Den Menschenrechtsverteidiger_innen drohen mehrjährige Haftstrafen. Ihnen wird vorgeworfen, eine terroristische Organisation unterstützt zu haben bzw. deren Mitglied zu sein. Diese Anschuldigungen sind absurd und entbehren jeglicher Grundlage. In der Türkei gilt der Ausnahmezustand. Vor diesem Hintergrund gehen die Behörden systematisch gegen kritische Stimmen vor. Nach dem Putschversuch sind Zehntausende Menschen inhaftiert worden, darunter auch viele friedliche Regierungskritiker_innen. Weit über 100 Journalist_innen sind in Haft, so auch der deutschtürkische Journalist Deniz Yücel. Mehr als 160 Medien sind geschlossen worden. Die Botschaft ist deutlich und äußerst beunruhigend: Wer Kritik äußert, zahlt einen hohen Preis. Die Meinungsfreiheit wird immer weiter eingeschränkt. In einer Zeit, in der ihr Einsatz in der Türkei dringender denn je gebraucht wird, befinden sich Taner Kılıç, İdil Eser und andere Menschenrechtsverteidiger_innen in Haft. Es ist wichtig, dass wir unsere Stimme für sie erheben! Setze dich ein für: İdil Eser, Taner Kılıç, Özlem Dalkıran, Günal Kurşun, Veli Acu, Nalan Erkem, İlknur Üstün, Ali Gharavi, Peter Steudtner, Nejat Taştan und Şeyhmuz Özbekli: www.amnesty.de/tuerkei #FreeRightsDefenders #partywithidil

Auch im kleinen afrikanischen Königreich Swasiland gibt es Amnesty: Am United World College, wurde mit Stipendiat_innen aus aller Welt im Juni eine Jugendgruppe gegründet. Alle zwei Wochen wird ein In-Focus Abend veranstaltet, an welchem verschiedene Fälle von Menschenrechtsverletzungen aufgezeigt und diskutiert werden und was auf internationaler und nationaler Ebene getan wird und wie darauf Einfluss genommen werden kann. Am vergangenen Donnerstag wurde hierbei über LGBTQ+-Rechte in Ägypten gesprochen.
Erfahre mehr darüber wie international Amnesty ist: www.amnesty.de/amnesty/amnesty-ist-international
... See MoreSee Less

Amnesty-Jugend hat Amnesty International Deutschlands 100 Tage Haft: Lichtinstallation "Freiheit" für die zu unrecht... geteilt. ... See MoreSee Less

Heute vor 100 Tagen wurden unsere Kollegin İdil Eser und neun weitere Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger in der Türkei zu unrecht verhaftet. Fordert ihre Freilassung und macht euch für jene stark, die sich sonst für andere einsetzen: www.amnesty.de/tuerkei

Noch keine Pläne für Samstag Nachmittag? Dann nehmt am weltweiten Aktionstag für Idil Eser teil! Zum Beispiel auf dem Breitscheidplatz in Berlin, Samstag 15 Uhr! m.facebook.com/events/773669229499807?acontext=%7B%22ref%22%3A%223%22%2C%22action_history%22%3A%2... ... See MoreSee Less

Party with Idil in Berlin, Hamburg, München und weiteren Städten

Oktober 14, 2017, 3:00pm - Oktober 14, 2017, 1:00pm

Über 100 Tage sind sie schon zu Unrecht in der Türkei inhaftiert: die Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty International İdil Eser und neun weitere Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger. Seit letzter Woche erinnert eine großformatige Lichtskulptur mit dem Titel „Freiheit“ auf dem Breitscheidplatz in Berlin an ihre unrechtmäßige Inhaftierung. Am 14. Oktober ist İdil Esers Geburtstag. Wir werden an diesem Tag weltweit mit Aktionen an ihre Situation und die der anderen Inhaftierten erinnern. Wir würden uns freuen, wenn Ihr dabei seid: ⇨ Berlin: ab 15:00 Uhr, am Breitscheidplatz, -Charlottenburg (zwischen Weltkugelbrunnen und Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche). Um 18:00 Uhr Uhr findet dort ein Konzert statt: Es ist den inhaftierten Menschenrechtsverteidiger_innen in der Türkei gewidmet. ⇨ Frankfurt: Im Rahmen der Buchmesser finden Veranstaltungen im Bus von Amnesty International auf der Agora statt. ⇨ München: 18:00 Uhr Demonstrations- Beginn an der Münchner Aids-Hilfe, Lindwurmstr. 71, 80337 München. www.facebook.com/events/2004959613116693/ ⇨ Hamburg: 14 - 21 Uhr Ballindamm, 20095 Hamburg, Deutschland www.facebook.com/events/567697693562348/?ref=br_rs&acontext=%7B%22action_history%22%3A%22null%22%7D ⇨ Freiburg: 15:00 - 17:00 Uhr Amnesty-Büro in der Basler Straße 20 www.facebook.com/events/1822095881415988/?ref=br_rs&acontext=%7B%22action_history%22%3A%22null%22%7D ⇨ Marl: Im Rahmen des 10. Marler Medienpreis Menschenrechte 2017, ab 15 Uhr (Einlass 14.30) Rathaus zu Marl, Creiler Platzt 1 (Weitere Veranstaltungen in Deutschland werden in den nächsten Tagen hier ergänzt). ========================================== FREIHEIT Für Idil. Für Taner. Für die Menschenrechtsverteidiger_innen in der Türkei. Sie sind in der Türkei in Haft, nur weil sie sich für die Rechte anderer eingesetzt haben. Unter ihnen sind Vertreter_innen der renommiertesten Menschenrechtsorganisationen im Land. Knapp einen Monat vor ihrer Inhaftierung wurde bereits Taner Kılı, der Vorstandsvorsitzende der türkischen Sektion von Amnesty festgenommen. Den Menschenrechtsverteidiger_innen drohen mehrjährige Haftstrafen. Ihnen wird vorgeworfen, eine terroristische Organisation unterstützt zu haben bzw. deren Mitglied zu sein. Diese Anschuldigungen sind absurd und entbehren jeglicher Grundlage. In der Türkei gilt der Ausnahmezustand. Vor diesem Hintergrund gehen die Behörden systematisch gegen kritische Stimmen vor. Nach dem Putschversuch sind Zehntausende Menschen inhaftiert worden, darunter auch viele friedliche Regierungskritiker_innen. Weit über 100 Journalist_innen sind in Haft, so auch der deutschtürkische Journalist Deniz Yücel. Mehr als 160 Medien sind geschlossen worden. Die Botschaft ist deutlich und äußerst beunruhigend: Wer Kritik äußert, zahlt einen hohen Preis. Die Meinungsfreiheit wird immer weiter eingeschränkt. In einer Zeit, in der ihr Einsatz in der Türkei dringender denn je gebraucht wird, befinden sich Taner Kılıç, İdil Eser und andere Menschenrechtsverteidiger_innen in Haft. Es ist wichtig, dass wir unsere Stimme für sie erheben! Setze dich ein für: İdil Eser, Taner Kılıç, Özlem Dalkıran, Günal Kurşun, Veli Acu, Nalan Erkem, İlknur Üstün, Ali Gharavi, Peter Steudtner, Nejat Taştan und Şeyhmuz Özbekli: www.amnesty.de/tuerkei #FreeRightsDefenders #partywithidil

Eure Unterstützung zahlt sich aus: Drei Medienschaffende sind frei!
Die drei ehemals gewaltlosen politischen Gefangenen Lawi Weng, Aye Nai und Pyae Phone Aung wurden am 1. September aus dem Gefängnis freigelassen. Zuvor gab das myanmarische Militär bekannt, dass die Anklagen gegen sie fallengelassen worden waren.
Danke an alle Unterstützer dieser Urgent Action!
... See MoreSee Less

LGBT, GLBT, LSBTTIQ – schon mal gehört?




Hinter diesen Abkürzungen verbirgt sich weit mehr, als sich auf den ersten Blick erkennen lässt: Nämlich die Gemeinschaft all derer, die sich nicht der Heteronormativität zugehörig fühlen. Die Begriffe sind ein Akronym aus den Begriffen Lesbian, Gay, Bisexual und Transgender, Transsexual, Intersexual und Queer.

Öffentliche Debatten wie die sogenannte Homo-Ehe, das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare oder Regenbogenfamilien gehören mittlerweile fast schon zum gewohnten Bild in der Medienlandschaft, die ihrem Publikum meist Offenheit und Toleranz gegenüber Minderheiten predigt. Doch wie ist die Lage an den Münchner Universitäten? Wie fühlt sich die LGBTQ Gemeinschaft an den verschiedenen Campussen und wie sieht das allgemeine Stimmungsbild unter den Studierenden aus? Um Licht auf diese Fragen zu werfen, hat sich eine Teilgruppe der Hochschulgruppe von Amnesty International ein Semester lang mit dem Thema LGBTQ beschäftigt.

Nur 7,7% von rund hundert Studierenden, die wir zu dem Thema befragt haben, waren der Meinung, dass es für Mitglieder der LGBTQ-Gemeinde an den Münchner Campussen schwierig sei, zu ihrer Sexualität zu stehen. Fast die Hälfte fand, dies sei einfach.
Michael (Name geändert) studiert im 12. Semester an der LMU, geht gerne in Museen, macht in seiner Freizeit Städtetrips – und ist schwul. Für Michael war ein offener Umgang mit seiner Homosexualität nie ein Problem: Dennoch kennt er auch Leute am Campus, denen es anders geht. Gründe dafür gibt es viele: Zurückhaltung und Schüchternheit spielen für einige eine Rolle, negative Vorerfahrungen in der Schule für die anderen. „Es liegt immer noch der Fokus darauf, ob dein Gegenüber heterosexuell ist oder nicht. Dabei ist es doch völlig irrelevant, ob die Kommilitonin nun hetero,- bi- oder asexuell ist“ findet Michael.

Der Forderung nach mehr Gleichgültigkeit in Bezug auf die sexuelle Ausrichtung steht weiterhin eine Gesellschaft gegenüber, in der „queer sein“ noch längst nicht der Normalität angehört. Jeder von uns hat schon mal gehört, wie etwas abwertend als „schwul“ oder „gay“ bezeichnet wird und knapp ein Drittel der Studienteilnehmer gab zu, diesen Begriff selbst schon mal negativ benutzt zu haben. Offene und persönliche Diskriminierung hat zumindest Michael aber noch nicht erlebt. Im Gegenteil: Unter den Dozierenden beispielsweise spürt er eine Zunahme an Sensibilität und Offenheit für das Thema.

Mit klarer Mehrheit (85,7%) befürworten die meisten Studenten die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe. Es steht jedem Menschen frei, sein Leben so zu gestalten, wie man möchte. Dennoch scheinen
LGBTQ-Mitglieder in einem Dilemma gefangen zwischen dem Wunsch nach mehr Bewusstsein und Akzeptanz für ihre Lebensgestaltung und dem Wunsch nach mehr Gleichgültigkeit gegenüber dem „Anders-Sein“.

Michael ist sich sicher, dass man weitere Verbesserung nur durch Bildung erreichen kann, in Form von persönliche Gespräche mit der LGBTQ-Community und einer gezielten Aufklärungen in Schulen. Erst wenn ein offener Umgang mit dem Thema für jedes Schulkind alltäglich wird, kann eine „gleichgültige“ Toleranz und Akzeptanz in Deutschland Einzug halten.
... See MoreSee Less

Kaum hatten die Wahllokale geschlossen, begannen die Spekulationen über mögliche Koalitionen. Schon während des Wahlkampfes haben verschiedene Parteien Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung formuliert. In dieser Debatte kam auch die Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge wieder auf. Diese ist jedoch menschenrechts- und völkerrechtswidrig. Amnesty International lehnt die Obergrenze strikt ab und fordert eine menschenwürdige und menschenrechtskonforme Asylpolitik. Dazu gehört auch die Ermöglichung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzbedürftige. Nun werden die Koalitionsverhandlungen beginnen und jetzt ist die Zeit um die Regierungsarbeit der nächsten Jahre zu beeinflussen.

Je mehr Menschen bei der Demonstration dabei sind, desto deutlicher ist die Botschaft, die wir senden, und der Einfluss, den wir nehmen können.

Eine Pressemitteilung von Amnesty und ProAsyl zum Flüchtlingsschutz im Koalitionsvertrag findet ihr hier www.amnesty.de/allgemein/pressemitteilung/deutschland-amnesty-international-pro-asyl-fluechtlings....

Bei Fragen wendet euch gern an: ja-zum-fluechtlingsschutz@amnesty-jugend.de

Jetzt werden die Weichen für die Politik der nächsten Jahre gestellt. Lasst uns dabei nicht nur zuschauen, sondern aktiv an der Gestaltung einer menschenrechtskonformen Politik in unserem Land mitwirken! Wir zählen auf euch!
... See MoreSee Less

Eine „Obergrenze“ ist rechtswidrig! Ja zum Flüchtlingsschutz!

Oktober 15, 2017, 3:00pm - Oktober 15, 2017, 10:00am

Kaum hatten die Wahllokale geschlossen, begannen die Spekulationen über mögliche Koalitionen. Schon während des Wahlkampfes haben verschiedene Parteien Bedingungen für eine Regierungsbeteiligung formuliert. In dieser Debatte kam auch die Forderung nach einer Obergrenze für Flüchtlinge wieder auf. Diese ist jedoch menschenrechts- und völkerrechtswidrig. Amnesty International lehnt die Obergrenze strikt ab und fordert eine menschenwürdige und menschenrechtskonforme Asylpolitik. Dazu gehört auch die Ermöglichung des Familiennachzugs für subsidiär Schutzbedürftige. Nun werden die Koalitionsverhandlungen beginnen und jetzt ist die Zeit um die Regierungsarbeit der nächsten Jahre zu beeinflussen. Je mehr Menschen bei der Demonstration dabei sind, desto deutlicher ist die Botschaft, die wir senden, und der Einfluss, den wir nehmen können. Eine Pressemitteilung von Amnesty und ProAsyl zum Flüchtlingsschutz im Koalitionsvertrag findet ihr hier www.amnesty.de/allgemein/pressemitteilung/deutschland-amnesty-international-pro-asyl-fluechtlings.... Bei Fragen wendet euch gern an: ja-zum-fluechtlingsschutz@amnesty-jugend.de Jetzt werden die Weichen für die Politik der nächsten Jahre gestellt. Lasst uns dabei nicht nur zuschauen, sondern aktiv an der Gestaltung einer menschenrechtskonformen Politik in unserem Land mitwirken! Wir zählen auf euch!

Im vergangenen Uni-Jahr konnte die Amnesty International Bielefeld Hochschulgruppe viele spannende Veranstaltungen organisieren. Es begann im Herbst 2016 mit dem in jedem Semester stattfindenden Infoabend. Hier stellten wir Amnesty International sowie unsere Hochschulgruppe vor.

Daraufhin beschäftigte sich die Gruppe im Wintersemester schwerpunktmäßig mit dem Thema Folter. So hatten sie für den November das Brachland Ensemble mit ihrem Live-Hörspiel "Ready for Boarding" eingeladen. Das Hörspiel behandelt die Folter in US-amerikanischen Gefangenenlagern, unter anderem in Guantanamo. Der gut gefüllte Hörsaal zeigte sich begeistert von der beeindruckenden Aufführung.

Zwei Wochen später wurde das Audimax der Uni Bielefeld gebucht: Der ehemalige Guantanamo-Häftling Murat Kurnaz erzählte von seiner 5-jährigen Inhaftierung im US-amerikanischen Gefangenenlager. Am Ende des Abends konnten über 500 Unterschriften für die Schließung Guantanamos gesammelt werden.

Mit der Teilnahme am 24-Stunden-Briefmarathon ging das Jahr zu Ende.
Zu Beginn des Sommersemesters führten die Hochschulgruppe den Film ,,Colonia Dignidad“ vor, der sich mit einer deutschen Sekte in Chile auseinandersetzt. Außerdem wurden, wie in jedem Semester zwei weitere Filme gezeigt: „Projekt Brieftaube“ und ,,Viacrucis Migrante – Kreuzweg der Migranten*innen“ .

Um auf Menschenrechtsverletzungen, insbesondere die willkürlichen Inhaftierungen von Journalisten*innen und Menschenrechtsverteidiger*innen in der Türkei aufmerksam zu machen, veranstaltete die Gruppe einen Flashmob in der Mensa.

Die Amnesty International Hochschulgruppe in Bielefeld ist eine von über 600 Amnesty-Gruppen in ganz Deutschland, deren Mitglieder sich für die Einhaltung der Menschenrechte weltweit einsetzen. Amnesty schafft Öffentlichkeit für Menschenrechtsverletzungen, um die Verursacher zum Einlenken zu bewegen.
Auch du kannst aktiv werden: www.amnesty.de/mitmachen
... See MoreSee Less

Seit 15 Jahren ist die Amnesty International Hochschulgruppe Landau in der Pfalz schon aktiv! Inzwischen sind es ca. 17 Aktivist*innen, die sich neben ihrem Studium, ihrer Promotion oder schon Berufstätigkeit für die Menschenrechte stark machen - in letzter Zeit mit dem Schwerpunkt Aufklärungsarbeit gegen Rassismus und Diskriminierung.
So luden sie für den IDAHOBIT die Rainbow Refugees Mainz - lesbian, gay, trans, queer ein und initiierten im Februar eine Kundgebung "Hand in Hand gegen Rassismus" unter Beteiligung des Oberbürgermeisters, des AStA der Uni Landau und verschiedenen politischen Parteien, Vereinen und Initiativen und 350 Mitbürger*innen. Im Mai organisierten sie einen Vortrag von der Aktivistin und Journalistin Kübra Gümüsay über "Die Macht von Sprache auf Rassismus" und im Juni gemeinsam mit der HMS Landau - Hochschulgruppe muslimischer Studierenden ein interreligiöses Iftar während des Ramadans. Nach einem Vortrag des Islamwissenschaftlers Dr. Essabah über die interreligiöse Geschichte des Fastens und Diskussion gab es ein gemeinsames Iftar-Essen für die 120 Besucher*innen.

Möchtest du auch in deiner Stadt für Menschenrechte aktiv werden? Dann schau hier nach einer passenden Gruppe in deiner Nähe:
www.amnesty.de/mitmachen/gruppe-finden
... See MoreSee Less

Unser Kollege Taner Kılıç und unsere Kollegin İdil Eser, der Vorstandsvorsitzende und die Direktorin der türkischen Sektion von Amnesty, wurden innerhalb eines Monats inhaftiert – in der über 55-jährigen Geschichte von Amnesty International ein einmaliger Vorgang. Ihr Leben haben sie der Verteidigung der Rechte anderer gewidmet. Jetzt sind sie selbst in der Türkei in Haft.

Neun weitere Menschenrechtlerinnen und Menschenrechtler wurden gemeinsam mit İdil festgenommen, darunter der deutsche Schulungsleiter Peter Steudtner und Vertreterinnen und Vertreter einiger der prominentesten Menschenrechtsorganisationen im Land.

In einer Zeit, in denen ihr Einsatz dringender denn je gebraucht wird, befinden sich Taner Kılıç, İdil Eser und andere Menschenrechtsverteidigerinnen und Menschenrechtsverteidiger in Haft. Sie brauchen nun unsere Stimme.

Setze dich jetzt für İdil, Taner, Peter und die anderen inhaftierten Menschenrechtsverteidigerinnen und -verteidiger ein!

Werde jetzt aktiv: www.amnesty.de/allgemein/kampagnen/tuerkei-fuer-die-meinungsfreiheit-der-tuerkei
... See MoreSee Less

Vor sechs Tagen fanden weltweit geheime Wohnzimmer-Konzerte unter dem Namen „Give A Home“ statt, ein Projekt, das von Sofar Sounds in die Welt gerufen wurde, um die Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Alle Sofar Sounds-Konzerte werden durch Spenden ermöglicht, doch an diesem Tag gingen alle Spendeneinnahmen an Amnesty International, um unsere Aktionen zur Flüchtlingshilfe zu unterstützen. Es ist die weltweit größte Aktion, die zur aktuellen Flüchtlingssituation durchgeführt wurde: In rund 300 Städten und 60 Ländern weltweit fanden „Give A Home“-Sessions statt.

Das Projekt nutzte an diesem Tag somit seine Reichweite, um auf ein Problem aufmerksam zu machen, das seit über vier Jahren besteht: Rund 22 Millionen Menschen befinden sich derzeit auf der Flucht. Dafür müssen sich diese Menschen auf eine Reise begeben, für welche sie ihr gesamtes Hab und Gut aufgeben und ihr Leben riskieren müssen. Auf Booten im Mittelmeer, die aufgrund der Menschenmengen fast sinken, ist das Einzige, woran sie denken können, ihre Familien, obwohl sie sich selbst in Lebensgefahr befinden.

Die Amnesty International Hochschulgruppe Hamburg hatte die Möglichkeit, ebenfalls bei einem „Give A Home“-Konzert präsent zu sein, also beschloss sie, einen Banner mit der AMNESTY-Forderung „Ja zum Flüchtlingsschutz!“ aufzuhängen und eine kleine Rede vorzubereiten, welche die Leute berühren und bewegen sollte.

Viele haben an dem Abend gelernt, dass Menschen nicht ihr gesamtes Hab und Gut, ihr eigenes Leben, die Heimat sowie ihre Familie verlassen, wenn sie nicht wirklich in Gefahr sind. Unter dem Namen „Give A Home“ wurde auch jedem klar, dass ein Zuhause nicht selbstverständlich ist und wir alle die Möglichkeit haben, für andere ein neues Zuhause zu schaffen und eine helfende Hand zu sein.
... See MoreSee Less