Aktionen
"Wir wollen die Passanten ja nicht abschrecken, sondern mit ihnen über die Ziele von amnesty ins Gespräch kommen." erklärt sie: Den Kampf für die Menschenrechte - gegen politische Verfolgung, Folter Verschleppung und die Todesstrafe. Denn nicht alle Regierungen und Machthabe halten sich an die von der Völkergemeinschaft anerkannten Grundsätze. "amnesty kämpft dagegen genauso in Südamerika wie in Afrika oder Europa", erklären die jungen Aktivistinnen.
Die Combo lässt den Nachmittag Revue passieren: Alle Handzettel sind verteilt und viel Passanten haben Interesse gezeigt. Klasse Aktion. Außerdem hats mal wieder viel Spaß gemacht. "Das ist ganz wichtig. Wir sind ja schließlich keine müde Schnarch-Truppe", freut sich Lea Kehr über den Erfolg. Die Politikstudentin ist seit drei Jahren bei ai und eine der Ansprechpartnerinnen für die Zehlendorfer Jugendgruppe. Immer wieder macht ai mit solchen ungewöhnlichen Aktionen gegen außergewöhnliches Unrecht mobil.
Deshalb plant die Gruppe an diesem Sonntag bereits ihren Auftritt auf dem "Karneval der Kulturen" im Juni. Gemeinsam suchen sie ein Motto für den Wagen. "Briefe sprengen Ketten" war es im vergangenen Jahr. Lea hört der lebhaften Diskussion interessiert zu. "Unsere Jugendgruppen haben ziemlich freie Hand" erklärt sie. "Da können sich die Jugendlichen ruhig noch ein bisschen die Hörner abstoßen und ihre Ideen umsetzen."
Lea engagiert sich außerdem in der deutschen Kolumbien-Gruppe. "In diesem Land liegt einiges im Argen. Außerdem bin ich Südamerika- Fan." Offensichtliches Unrecht nimm sie persönlich. "Ich fand Ungerechtigkeit schon immer ganz schlimm - besonders, wenn man sich nicht dagegen wehren kann! Da muss man einfach aktiv werden", ist sie überzeugt. "Die Welt verbessert sich nicht von allein."